Adipositas
„Adipositas" ist der medizinische Fachausdruck für Fettleibigkeit: Übergewicht durch zu viel Körperfett. Wer „Adipositas" hat, ist „adipös" bzw. fettleibig. Adipositas ist keine Krankheit. Jedoch erhöht sie das Risiko für ernste und dauerhafte Erkrankungen: für eine Form der Zuckerkrankheit, für Herz-Kreislauf-Krankheiten, für Gelenkverschleiß und für Tumorleiden. In den westlichen Industrieländern stellt Adipositas mit ihren gesundheitlichen Spätfolgen deshalb ein sehr ernst zunehmendes Problem dar, das zunehmend sogar Kinder betrifft.Ihre Prävalenz hat sich in vielen Ländern der Europäischen Region seit den 1980er Jahren verdreifacht, und die Zahl der Betroffenen steigt weiter mit alarmierender Geschwindigkeit, insbesondere bei Kindern.
Das Körperfett ist ein Energiespeicher. Er wird aufgefüllt, wenn die Nährstoffzufuhr höher ist als der Energieverbrauch. Diesen Überschuss nennt man eine „positive Energiebilanz". Wenn man weniger zu sich nimmt, als der Körper braucht, verbrennt der Körper seine Fett-Vorräte. Dies nennt man „negative Energiebilanz". Der Mensch braucht Energie für den Grundumsatz (Aufrechterhalten aller Körperfunktionen in Ruhe), für die Verdauung sowie für den Arbeitsumsatz (körperliche Bewegung). Nur ein gewisser Fettvorrat im Körper ist notwendig, mehr belastet den Körper.
Der Körperfett-Anteil wird als sogenannter „Body-Mass-Index (BMI)" aus dem Körpergewicht und der Körpergröße errechnet. Man spricht ab einem BMI über 30 von Adipositas. Mit folgender Formel können Sie leicht ihren eigenen Body-Mass-Index errechnen:
BMI = Körpergewicht (kg) / Körpergröße x Körpergröße (m²)
Untergewicht BMI: < 18,5
Risiko für Begleiterkrankungen: niedrig
Normalgewicht BMI: 18,5 - 24,9
Risiko für Begleiterkrankungen: durchschnittlich
Übergewicht BMI: 25 - 29,9
Risiko für Begleiterkrankungen: gering erhöht
Adipositas Grad I BMI: 30 - 34,9
Risiko für Begleiterkrankungen: erhöht
Adipositas Grad II BMI: 35 - 39,9
Risiko für Begleiterkrankungen: hoch
Adipositas Grad III BMI: ≥ 40
Risiko für Begleiterkrankungen: sehr hoch
Es gibt verschiedene Ursachen für Adipositas: eine vererbte Veranlagung, Hormonstörungen, gewisse Medikamente. Meistens aber sind seelisch begründete Essstörungen oder ein falscher Lebensstil mit unausgewogener Ernährung und zu wenig Bewegung die Ursache. Auch Untergewicht kann sehr gefährlich sein, in extremen Einzelfällen kommt es zu Mangelerscheinungen, Funktionsstörungen und Organversagen.
Wenn das Körperfett vor allem am Bauch abgelagert wird (Taillenumfang bei Männern über 94cm, bei Frauen über 80cm), ist das Risiko hoch ein „metabolisches Syndrom" zu entwickeln: eine gefährliche Kombination aus Fettleibigkeit, erhöhtem Blutzucker, ungünstig erhöhten Blutfetten und Bluthochdruck. Jedes dieser Krankheitsbilder führt wiederum zu gefährlichen Erkrankungen der inneren Organe: das metabolische Syndrom kann sich zu einer dauerhaften Erkrankung entwickeln (z.B. Diabetes Typ 2) und es kann Blutgefäße, Leber, Gelenke und andere Organe dauerhaft schädigen. (Auf unserer Homepage können Sie unter Bluthochdruck und unter Diabetes Mellitus Typ 2 mehr darüber erfahren).
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Übergewicht: Probanden gesucht!
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