Adipositas Medikamente
- Orlistat (Xenical)
- Sibutramin (Reduktil)
- Rimonabant (Acomplia)
Orlistat (Xenical)ist ein Lipase-Hemmer. Es vermindert die Spaltung der Nahrungsfette und damit die Aufnahme der Fettsäuren in den Körper: Fette werden unverdaut ausgeschieden. Fettstühle sind die Folge, wenn nicht die Fettaufnahme gleichzeitig verringert wird. Bei Gallenproblemen oder Nahrungsaufnahmestörungen (Malabsorptionssyndrom) sind Lipase-Hemmer nicht anzuraten. Nebenwirkungen sind Mattigkeit und Verdauungsstörungen. Da weniger Fett aufgenommen wird, werden auch fettlösliche Vitamine (Vitamine A,D,E,K) vermindert aufgenommen; sie müssen substituiert werden.
Sibutramin (Reduktil) ist ein Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und mindert über erhöhte Serotonin-Wirkung im Gehirn den Appetit. Diese Medikamentengruppe ist in der Therapie der Depression etabliert. Die appetitmindernde Wirkung lässt nach wenigen Wochen nach. Es darf bei einer sehr langen Reihe von Erkrankungen der inneren Organe nicht verschrieben werden: bei Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), Angina pectoris (Herzenge), Bluthochdruck (Hypertonie), Durchblutungsstörungen in den Arterien (arterielle Verschlusskrankheit), Engwinkelglaukom, Epilepsie, gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Antidepressiva, Neuroleptika), gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit beruhigenden oder schlaffördernden Eigenschaften (Sedativa und Hypnotika), Herzrhythmusstörungen, Prostatavergrößerung, psychischen Erkrankungen, Schlaganfall (Apoplex), schwer wiegenden Essstörungen (Magersucht, Bulimie) in der Krankheitsvorgeschichte, schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, sehr schwerer Herzschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz). Auch in er Schwangerschaft ist Reduktil verboten. Nebenwirkungen sind: Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Beeinträchtigungen des Geschmackssinns, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Herzrhythmusstörung mit erhöhtem Puls, Empfindungsstörungen mit Brennen oder Taubheitheitsgefühlen in manchen Körperteilen, Bluthochdruck, Angstgefühl.
Rimonabant (Acomplia) mindert den Appetit durch Blockade des CB1-Rezeptors im Gehirn (Cannnaboid-System). Dadurch wird Übergewicht wirkungsvoll gesenkt, vor allem in Kombination mit einer konservativen Therapie (Diät, Bewegung). Schwangere, Stillende und Depressive und Epileptiker dürfen diesen Wirkstoff nicht einnehmen. In den USA ist er nicht zugelassen, weil er mit Selbstmordrisiko in Verbindung gebracht wird (siehe „Neueste Erkenntnisse: Warnung vor der „Fettkillerpille"). Nebenwirkungen sind häufig, vor allem: Infektion der Atemwege, Übelkeit, Durchfall, Stimmungsänderung mit depressiver Verstimmung, Schwindelgefühl und Gedächtnisverlust, Hitzewallung, Erbrechen, Juckreiz und übermäßiges Schwitzen, Muskelkrämpfe, Ermüdbarkeit, Gelenkverstauchungen.
Postleitzahl ein:
Übergewicht: Probanden gesucht!
Die kfhm führt gemeinsam mit der MHH eine Studie durch, bei der der Einfluss eines zugelassenen Blutdruckmedikaments auf den Stoffwechsel untersucht werden soll. Wenn Sie unter Übergewicht leiden und einen Bluthochdruck haben, der derzeit nicht oder...
