Home
Arthrose

Arthrose

Unter Arthrose versteht man eine krankhafte Abnutzung des Gelenks. Diese kann im Rahmen von einem Trauma mit folgender Fehlbelastung auftreten oder altersbedingt sein. Bei der Entstehung der Arthrose wird zuerst der Knorpel geschädigt, bis dieser völlig abgenutzt ist und die Gelenkoberflächen aufeinander reiben. Ab wann dabei ein Schmerz auftritt und mit welcher Intensität, ist sehr subjektiv. Die Arthrose geht im Gegensatz zur Arthritis oder zum Rheuma nicht mit einer Entzündung einher, ist jedoch stark funktionsbehindernd und schmerzhaft. Sie kann in verschiedenen Gelenken auftreten, am häufigsten sind jedoch belastete Gelenke betroffen wie das Kniegelenk, Hüftgelenk und das Sprunggelenk. Die Arthrose ist eine chronisch verlaufende Krankheit, das heißt sie entsteht über einen längeren Zeitraum hinweg. In Europa sind ab dem 70. Lebensjahr nahezu 100% der Menschen betroffen, insgesamt 5 Millionen Menschen.

Symptome

Arthrose ist eine schmerzhafte Erkrankung. Die Schmerzen werden durch kalte und feuchte Witterung sowie durch Belastung verstärkt. Bewegung ohne Belastung, wie z.B. Fahrradfahren, ist meist ohne Probleme möglich. Charakteristisch ist auch der Anlaufschmerz: nach längerem Ruhen sind die ersten Bewegungen schmerzhaft und bessern sich erst nach einigen Metern Gehstrecke. Im späteren Verlauf der Arthrose kommt es durch Knorpelabrieb zu Reizungen des Gelenks, mit Schwellungen und Ergüssen, bis zur Verformung des Gelenks. Im Endstadium der Erkrankung kann es zu Steifigkeit des Gelenks kommen.

Formen

  • Kniegelenksarthrose: Wird auch als Gonarthose bezeichnet. Das Kniegelenk ist mechanisch hoch belastet, ist daher prädisponiert für Verschleißerscheinungen. Die Verschleißerscheinungen können am inneren oder am äußeren Gelenkkompartiment, sowie an der Unterseite der Kniescheibe auftreten. Die Kniegelenksarthrose kommt sehr häufig vor.

  • Hüftgelenksarthrose: Auch Coxarthrose genannt. Das Hüftgelenk besteht aus dem Kopf des Oberschenkelknochens sowie der Hüftpfanne. Ursache für eine Arthrose im Hüftgelenk können primäre Fehlformen der Hüfte sein, wie z.B. die meist schon im Kindesalter diagnostizierte Hüftdysplasie. Später spielt oft Übergewicht eine Rolle bei der Krankheitsentstehung. Ein Trauma, also eine Verletzung im Hüftgelenk kann zur Arthrose führen. Auch kommen aus dem Blut übertragene Infektionen des Knochens vor.

  • Sprunggelenksarthrose: Ursache hierfür ist oft ein durchgemachter Gelenksbruch, sowie eine Fehlstellung des Gelenks. Häufig gibt es einen begleitenden Gelenkerguss. Übergewicht ist ebenfalls fördernd bei der Krankheitsentstehung.

  • Schultergelenksarthrose: Auch Omarthrose genannt. Hierbei kommt es zu einem Abrieb des Knorpels zwischen Oberarmkopf und Schultergelenkspfanne. Knochenbrüche mit Beteiligung des Schultergelenks sowie eine Oberarmkopfnekrose (Absterben von Gewebe, hier Knochen) können die Ursache sein.

  • Arthrose der Wirbelsäule: Wird auch Spondylarthrose genannt. Auch wenn hier die Gelenkoberflächen im Vergleich zu anderen Gelenken relativ klein sind, können dieselben Abnutzungserscheinungen auftreten. Da der Knochen auf Reibung mit einer Neubildung reagiert, und die Nervenwurzeln der aus dem Rückenmark entspringenden Nerven in unmittelbarer Nähe zu den Wirbelbogengelenken liegen, kann es hier zu Irritationen dieser Nerven kommen. Folge sind sog. Lumbalgien (Schmerzen im Lendenbereich) oder Ischialgien (Schmerzen im Kreuzbeinbereich).

  • Heberden- Arthrose: Arthrose der Fingerendgelenke. Diese Form der Arthrose ist hauptsächlich genetisch und hormonell  bedingt. Sie zeichnet sich durch sog. Herbeden-Knoten aus: zweihöckrige, knorplig-knöcherne Wucherungen auf der Oberseite der Fingerendgelenke. Sie betrifft etwa zehnmal häufiger Frauen als Männer.

  • Bouchard-Arthrose: hierunter versteht man eine Arthrose der Fingermittelgelenke. Sie geht häufig mit einer Heberden-Arthrose einher.


Geben Sie Ihre
Postleitzahl ein: