Arthrose Studien

Arthrose Therapien

Zur Vorbeugung und im Anfangsstadium:

  • Bewegung ohne Belastung: durch Sportarten wie z.B. Fahrradfahren oder Schwimmen werden die Gelenke bewegt, ohne dabei belastet zu werden. Dadurch wird der Knorpel besser ernährt und ein Fortschreiten der Arthrose wird verlangsamt.

  • Reduzierung des Körpergewichts: reduzieren Sie Ihr Körpergewicht, so wird ebenfalls die Belastung reduziert. Das schont den Knorpel und verhindert ein schnelles Voranschreiten der Erkrankung.

  • Schutz vor Gelenkverletzungen: da nach Unfällen die Möglichkeit einer Achsenfehlstellung besteht und somit die Belastung innerhalb der Gelenkflächen ungleichmäßig verteilt wird, sollten Trauma möglichst vermieden werden. Es besteht weiterhin die Gefahr dass sich durch Verletzungen sog. Trümmerzysten bilden: eine mit Flüssigkeit gefüllte Vertiefung durch Beschädigung des Knochens.

  • Krankengymnastik und physikalische Therapie: zur Funktionsverbesserung und zum Muskelaufbau wird Krankengymnastik belegt wirksam angewandt. Unter physikalischer Therapie versteht man Massagen sowie Wärme- oder Kältebehandlungen.

Bei fortgeschrittener Arthrose:

  • Gelenke entlasten durch Gehilfen: orthopädische Hilfen wie Handstock, Pufferabsätze oder Innenranderhöhung der Schuhe kommen bei fortgeschrittener Arthrose zum Einsatz. Sie könne individuell angepasst werden und in schmerzhaften Perioden der Erkrankung zum Einsatz kommen.

  • Operative Gelenkumstellung: dies wird in der Fachsprache Korrekturosteotomie genannt. Sie dient der Wiederherstellung einer natürlichen Druckverteilung innerhalb des Gelenks. Dabei wird eine optimale Achsenstellung wieder hergestellt. Somit sollen einseitige Abreibungen aufgehoben werden.

  • Abrasion: mit dieser Technik, die auch als „Gelenktoilette" bezeichnet wird, glättet man das Gelenk, indem man degenerativ verschlissenen Knorpelanteile durch abschleifen, abschaben oder abschürfen mittels eines sog. „Shaver"s entfernt. Sie findet in Rahmen von Arthroskopien statt.

  • Gelenkversteifung: wird in der Fachsprache Arthrodese genannt. Das Gelenk kann danach nicht mehr bewegt werden und schmerzt somit auch nicht mehr. Die Funktionsfähigkeit ist dadurch allerdings natürlich aufgehoben, was einen erhebliche Nachteil dieser Therapie darstellt.

  • Endoprothetik: als Ultima Ratio kommt der Gelenkersatz (Endoprothese) in Frage. Die „Haltbarkeit" der Hüftgelenksprohese beläuft sich auf 95% nach 10 Jahren, 75% aller eingesetzten Prothesen müssen auch nach 25 Jahren noch nicht ausgetauscht werden. Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Verankerung der Prothesen im Knochen. Grundsätzlich entsteht der dauerhafte Halt einer Prothese durch vom Körper neugebildete Knochensubstanz, die die Prothese fest umschließt. Dies kann durch Auftragen von Knochenzement vereinfacht werden. Solch eine zementierte Prothese hat den Vorteil, dass der Patient sofort nach der Operation das Gelenk belasten kann, also keine Liegedauer hat und sich die Muskulatur somit auch nicht abbaut. Der zementierten Prothese steht sie unzementierte Prothese gegenüber, ferner gibt es sog. Hybrid- Prothesen, bei denen ein Teil des Gelenks, z.B. die Hüftpfannenprothese zementiert ist, und der andere Teil des Gelenks, hier der Hüftgelenkskopf, zementfrei im Schaft des Oberschenkels verankert ist.


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