Brustkrebs Therapien
- Neoadjuvante Chemotherapie:
- Brusterhaltende Operation:
- Mastektomie:
- Adjuvante Chemotherapie:
- Bestrahlung:
- Palliative Therapie:
Unter einer neoadjuvanten Chemotherapie versteht man eine Chemotherapie vor einer Operation. Sie hat den Sinn, den Tumor zu verkleinern oder dient der Abtötung von kleinsten Tumorzellnestern. Auch kann es mit ihr möglich werden eine brusterhaltende Operation durchzuführen.
Beim größten Teil der Patientinnen ist ein brusterhaltendes Vorgehen möglich. Dies ist der Fall, wenn der Tumor noch nicht in die Haut oder Muskulatur eingebrochen ist. Dabei achten die Chirurgen darauf, dass ein genau definiert großer Saum von gesundem Gewebe um das Tumorgewebe herum mit entfernt wird. Im Rahmen der Operation werden auch Lymphknoten entfernt und auf möglicherweise gewanderte Krebszellen untersucht. Nur bei der Frühform von Brustkrebs („in situ“) ist die Entfernung der Lymphknoten nicht nötig.
Unter Mastektomie versteht man die vollständige Entfernung der Brust. Eine Mastektomie ist nötig bei größeren Tumoren, wenn mehrere Tumorherde vorliegen, beim sogenannten inflammatorischen Mammakarzinom, bei Vorliegen von sogenanntem Mikrokalk oder, wenn der Tumor bei einer brusterhaltenden Operation nicht endgültig entfernt werden konnte.
Nach der Operation folgt für die meisten Frauen eine Chemotherapie. Dies ist eine Therapie mit Medikamenten. Damit sollen verbliebene Tumorzellen vernichtet werden. Die Behandlung wird in mehreren Zyklen durchgeführt. Sie dauert in der Regel vier bis sechs Monate. Die Behandlung ist meist ambulant möglich, die Patientin kommt zur Infusion in die Tagesklinik. Zwischen den einzelnen Zyklen finden sich Behandlungspausen von drei bis vier Wochen. Sie dienen der Überwachung auf mögliche Nebenwirkungen und der Regeneration des Körpers, zum anderen hofft man, dass in den Behandlungspausen verbliebene Krebszellen mit der Teilung beginnen und man diese mit dem darauffolgenden Zyklus zerstören kann.
Eine Strahlentherapie erfolgt nach einer brusterhaltenden Operation. Sie senkt die Rezidivrate von 30% auf 5%. Sie ist wichtig, da sie selbst mikroskopisch kleine, also nicht mit dem bloßen Auge erkennbare Tumorreste zerstören kann. Auch bei einer Mastektomie wird eine Strahlentherapie empfohlen. Bestrahlt wird das ehemalige Tumorgebiet. Die Strahlentherapie beginnt ca. vier bis sechs Wochen nach der Operation und dauert sechs bis acht Wochen.
WWenn der Krebs sich so weit ausgebreitet hat, dass in der Regel keine Heilung mehr möglich ist, konzentriert sich die Behandlung vor allem auf die Behandlung von Schmerzen und anderen Beschwerden. Diese meist mit Opiaten durchgeführte Schmertherapie richtet sich nach einem Stufenschema der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO). Zur palliativen Therapie gehört auch eine intensive psychische Betreuung.
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