Darmkrebs
Was ist Darmkrebs?
Darmkrebs ist ein bösartiger Tumor des Darms. Diese Ausführung bezieht sich auf das kolorektale Karzinom, das mit 95% die häufigste der bösartigen Darmkrebserkrankungen ist. Dieser Tumor betrifft den Dickdarm (lateinisch: Kolon) und den Mastdarm (Rektum). Man betrachtet Dick- und Mastdarm in diesem Zusammenhang als Einheit und bezeichnet alle Tumore, die in diesen Darmabschnitten auftreten, zusammenfassend als kolorektales Karzinom, wobei Karzinom der Fachausdruck für einen bösartigen Tumor ist. Der Großteil der Erkrankten ist zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 50 Jahre. Zu Beginn verursacht der Tumor meist keine Beschwerden und wird daher leider oft erst bemerkt, wenn er im fortgeschrittenen Stadium das Darmlumen einengt und Symptome wie Blutauflagerungen im Stuhl, Darmverschluss, Durchfälle oder Verstopfung hervorruft. Darmkrebs ist in Europa die zweithäufigste Krebsart. Hier erkranken jährlich über 300.000 Menschen an dieser Krebsform.
Wie entsteht Darmkrebs?
Das kolorektale Karzinom entwickelt sich fast immer aus einem Darmpolyp, einer zunächst gutartigen Geschwulst (=Adenom) der Darmschleimhaut. Im Laufe vieler Jahre kann aus solch einem Polyp ein bösartiger Tumor (=Karzinom) hervorgehen. In Fachkreisen wird dieser Prozess auch als Adenom-Karzinom-Sequenz bezeichnet. Der Tumor entsteht hierbei nicht aus einem einzelnen schädigenden Ereignis, sondern ist Ergebnis einer Reihe von Mutationen, die schließlich in einem unkontrollierten Wachstum der Tumorzellen mündet. Neben seltenen Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einhergehen und genetisch bedingten Risikoerhöhungen, sind es in erster Linie beeinflussbare Faktoren des persönlichen Lebensstils, die das Entstehen von Darmkrebs begünstigen. Gewohnheiten wie zum Beispiel eine ballaststoffarme Ernährung, der Verzehr von rotem Fleisch (v.a. Rind und Schwein), Rauchen, Alkoholgenuss und Übergewicht stehen seit Jahren im Verdacht, für das Auftreten von Darmkrebs mitverantwortlich zu sein.
Wie verläuft Darmkrebs?
In den Frühstadien verläuft die Erkrankung meist ohne Symptome. Einziges Frühsymptom kann eine nicht sichtbare Blutung im Stuhl sein, die durch einen Stuhltest nachgewiesen werden kann. Unbemerkt breitet sich der Tumor so lange aus, bis er zu einem meist sehr späten Zeitpunkt erste Beschwerden hervorruft:
- Blut oder Schleim im Stuhl
- Durchfall im Wechsel mit Verstopfung
- Bleistiftdünner Stuhl
- krampfartige Bauchschmerzen
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit, unbeabsichtigter Gewichtsverlust
Die Heilungschancen hängen sehr stark vom Krankheitsstadium ab, in dem der Krebs entdeckt worden ist. Sollte der Krebs schon oben genannte Beschwerden verursacht haben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in Organen wie Leber, Lunge und Knochen gebildet haben. Die hohe Gesamtsterblichkeit bei Darmkrebs von 40% nach 5 Jahren erklärt sich dadurch, dass viele Tumore erst sehr spät und in fortgeschrittenen Stadien entdeckt werden.
Wie wird Darmkrebs behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Tumorlokalisation und dem Stadium der Erkrankung. In fast allen Fällen wird eine operative Entfernung des betroffenen Darmabschnitts angestrebt, um entweder eine Heilung zu erreichen oder dem Patienten von den schlimmsten Beschwerden zu befreien. Darüber hinaus nimmt die Chemotherapie wie auch die Bestrahlung vor und/oder nach der Operation eine wichtige Rolle in der Darmkrebstherapie ein.
Postleitzahl ein:
Enddarmkrebs
Ein Studie für Patienten mit fortgeschrittenem Rektumkarzinom.
