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Depression

Depression

Die Depression ist eine komplexe seelische Erkrankung. Sie äußert sich in tiefer Niedergeschlagenheit und in verschiedenen körperlichen Beschwerden. Das Leiden kann so schwer sein, dass ein normales Leben (Familie, Beruf) zeitweise unmöglich ist. Depression ist eine gefährliche Volkskrankheit. Nach Angaben der Europäischen Kommission leiden unter den erwachsenen Europäern fast 30 Prozent an psychischen Erkrankungen, etwa fünf Prozent an ernsten Depressionen. Was schwer wiegt, ist die jährliche Zahl von etwa 60.000 Menschen in der EU, die wegen Depressionen, Angststörungen und ähnlichen Belastungen freiwillig aus dem Leben scheiden. Die statistische Selbstmordrate der EU ist die höchste weltweit schwankt dabei aber von Land zu Land: in Griechenland liegt sie bei 3.6 pro 100.000 Einwohnern am niedrigsten in Litauen bei 44 am höchsten.

Man unterscheidet zwei Hauptformen der Depression:

  • die unipolare Depression äußert sich durchgängig oder episodenhaft in einer mehr oder weniger starken Niedergedrücktheit und in körperlichen Beschwerden; ihre leichtere Form heißt Dysthymie.
  • die bipolare Depression besteht aus Episoden tiefster Niedergeschlagenheit und Episoden des krankhaft übersteigerten freudigen Überschwangs (Manie; leichtere Form: Hypomanie); die leichte Form der bipolaren Depression heißt Zyklothymie.

Die Krankheitszeichen der Depression sind gedrückte Stimmung und Antriebs- und Aktivitätsminderung. Die Patienten sind unfähig zur Freude und zur Konzentration, oft unruhig und gefangen in ausweglosem Grübeln. Sie fühlen sich wertlos und schuldig. In sehr schweren Fällen können Halluzinationen, Wahnideen und Erstarrung (Stupor) hinzukommen. Körperlich leiden die Patienten unter Schlafstörungen, Morgentief, vermindertem Appetit und verminderter Sexualität.


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