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Diabetes mellitus

Diabetes mellitus Medikamente

Insuline

Sie sind vor allem für Typ-1 Diabetiker vorgesehen, denen eigenes Insulin fehlt. Man unterscheidet lang-, mittel- und kurzwirksames Insulin (Verzögerungsinsuline und Normalinsulin), die über den Tag je nach Therapieformen verschieden kombiniert werden. Das Insulin wirkt je nach Tageszeit und Patient unterschiedlich stark. Deshalb werden alle Therapieformen vom Arzt und Patienten gemeinsam angepasst:

  • Die intensivierte konventionelle Therapie ICT beseht aus einem langwirksamen Basisinsulin und einem mittel- oder kurzwirksamen Insulin, das zu den Mahlzeiten verabreichet wird.
  • Die funktionelle Insulintherapie FIT verabreicht zusätzlich ein kurzwirkendes Korrektur-Insulin.
  • Die supplementäre Insulintherapie SIT führt Diabetikern, die noch über eine geringe eigene Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse verfügen, zur Nacht zusätzliches langwirkendes Insulin zu.
  • Als Basale orale Therapie BOT wird ein langwirkendes Insulin zusätzlich zu Medikamenten gegeben.

Medikamente zum Einnehmen

Sie sind vor allem für Typ 2 Diabetiker vorgesehen, bei denen zusätzlich Übergewicht besteht.

  • Acarbose verhindert die Verdauung von zucker- und stärkehaltigen Nahrungsbestandteilen (Kohlehydraten). Der Körper nimmt dann nach dem Essen keinen Zucker auf der Nahrung im Dünndarm auf. Nebenwirkungen entstehen, weil der überschüssige Zucker dann im Dickdarm das Gleichgewicht der Stoffe stört: Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen.
  • Metformin verstärkt die Insulinwirkung, senkt den Blutzuckerspiegel und mindert den Appetit – eine sehr günstige Wirkungsweise. Aber Patienten mit Nierenschäden, alte oder durch Krankheit geschwächte Menschen sollten Metformin nicht erhalten; sie vertragen es nicht. Nebenwirkungen sind Übelkeit und Durchfall sowie selten eine gefährliche Übersäuerung des Blutes (Laktatazidose).
  • Sulfonylharnstoffe (z.B. s Glibenclamid, Tolbutamid und Carbutamid) verstärken die Insulinausschüttung im Körper. Dadurch sinkt der Blutzucker, andererseits nimmt der Patient an Gewicht zu, denn Insulin fördert auch die Fetteinlagerung. Bei Überdosierung können Unterzuckerung oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
  • Glinide (Repaglinid, Nateglinid) regen die Insulin-Auschüttung im Körper an und senken so den Blutzucker.
  • Glitazone (Rosiglitazon und Pioglitazon) verstärken die Insulinwirkung im Körpergewebe und senken so den Blutzucker. Jedoch verstärken sie den Appetit und führen zu Gewichtszunahme. Nebenwirkungen sind Wasser in den Beinen, Mangel an roten Blutkörperchen und erhöhte Blutfette. Selten treten allergische oder entzündliche Nebenwirkungen an der Haut, Schleimhäuten oder inneren Organen auf. Wer ein schwaches Herz oder eine geschädigte Leber hat, sollte keine Glitazone verwenden.

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