Diabetes mellitus Typ 2 Studien

Diabetes mellitus Typ 2 Therapien

Diabetes ist gut behandelbar

Typ 2 Diabetiker können oft schon geheilt werden, wenn sie sich ausreichend bewegen und ihr Übergewicht abbauen. Eine ausgewogene Ernährung und tägliche Bewegung (mindestens eine halbe Stunde z.B. Gehen oder Fahrrad fahren) reichen oftmals aus. So wirkt das eigene Insulin besser, der Blutzucker wird gesenkt. Die Gefäße und andere Organe werden langfristig geschützt, und der Patient fühlt sich besser.

Falls das Abspecken nicht gelingt oder nicht wirkt, greift man auf Medikamente zurück.

Mehr zur medikamentösen Behandlung finden Sie unter dem Menüpunkt „Medikamente".

Kontrolle ist besser: Arzt und Patient müssen den Erfolg der Diabetes-Behandlung ständig kontrollieren.

Die wichtigsten Kontrollen sind:

  • Blutzucker (BZ): Der Blutzucker sollte nüchtern um 1 Gramm Traubenzucker pro Liter Blut (man sagt: 100 mg/dl oder auch 100 mg%) liegen. Ist der Blutzucker um die Hälfte niedriger (50 mg/dl), so ist das Blut unterzuckert, und der Patient sollte etwas essen. Ist der Wert mehr also doppelt so hoch (über 200mg/dl), so ist das Blut überzuckert, und der Patient sollte Insulin spritzen oder sein Medikament einnehmen.
  • Urin-Stix: Ein Teststreifen mit Urin benetzt verrät, ob Zucker oder zu viel Eiweiß im Urin enthalten sind. Dies weist auf überhöhten Blutzucker bzw. einen Nierenschaden hin.
  • HbA 1c: Das ist roter Blutfarbstoff, der ein Zuckerteilchen gebunden hat. Er sollte zwischen 4-6% des gesamten roten Blutfarbstoffs im Blut liegen. Liegt er deutlich darüber, so war der Patient in den vergangenen 4 bis 6 Wochen über längere Zeit überzuckert.
  • Augenhintergrund: Auf der Netzhaut der Augen kann der Augenarzt kleine Blutgefäße sehen. So kontrollliert er, ob die kleinen arteriellen Blutgefäße durch langdauernde Überzuckerung oder Bluthochdruck geschädigt sind.
  • Fußkontrolle: Aufgrund von Nervenschädigungen kann es vorkommen, dass Verletzungen, Durchblutungsstörungen und Geschwüre unbemerkt bleiben. Deswegen sollte jeder Diabetiker regelmäßig seine Füße kontrollieren.

Eigenverantwortung ist gefragt

Ein bedeutender Baustein in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 ist die Patientenschulung. Sie wird von spezialisierten Kliniken, Organisationen oder Ärzten angeboten. Dort lernen Betroffene den Umgang mit Blutzuckermessgeräten, Insulinspritzen, bewusste Ernährung und nützliche Kochtipps. Ausserdem wird das Bewusstsein für mögliche Alarmzeichen des Diabetes geschärft und die Bedeutung der Kontrolluntersuchungen betont.


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