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Gürtelrose

Gürtelrose Therapien

Aktuelle & neue Wege in der Gürtelrosetherapie:

Obwohl es in den meisten Fällen auch ohne Behandlung nach 2 bis 4 Wochen zum Abklingen der Erkrankung kommt, wird eine medikamentöse Behandlung oft bevorzugt.


  • Lokale Therapie
  • Eingesetzt wird zum Beispiel eine Zink-Schüttelmixtur, um einen austrocknenden, antimikrobiellen und juckreizstillenden Effekt zu erzielen.

  • Virostatika:
  • Mittel wie Brivudin, Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir werden in milden Fällen als Tablette, bei komplizierteren Verläufen intravenös verabreicht. Sie können schon innerhalb von Stunden zu einer Abblassung des Ausschlags und zur Schmerzfreiheit führen. Um einen zufriedenstellenden Behandlungserfolg zu erzielen, sollte mit der Therapie innerhalb der ersten drei Tage nach Auftreten der Bläschen begonnen werden.

  • Schmerztherapie:
  • Sollten die Schmerzen durch die alleinige Gabe von Virostatika nicht beherrschbar sein, kann die Gabe von Schmerzmitteln wie Aspirin oder Paracetamol oder von stärkeren Substanzen angezeigt sein. Der Stellenwert von Corticosteroiden (z.B. Kortison) in der frühen Behandlung der Symptome ist bis dato nicht ausreichend geklärt. Die Schmerzen bei der postzosterischen Neuralgie sind im Allgemeinen nur sehr schwer in den Griff zu bekommen. Bewährt hat sich eine Kombination aus Schmerzmitteln und Antidepressiva. Antiepileptika können ebenso von Nutzen sein, wie die lokale Behandlung mit Capsaicin-Salbe. Auch Akupunktur und in seltenen Fällen chirurgische Eingriffe können zu einer Linderung der Symptome führen. Darüber hinaus wird die Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) angewendet. Durch die lokale Stromanwendung werden die Nervenbahnen aktiviert, die die Information für die normale Berührung weiterleiten. Durch den Einstrom dieser Impulse wird quasi das Tor für die Schmerzimpulse geschlossen. Die Impulse für Berührung und für Schmerz konkurrieren gewissermaßen. Das kleine Gerät hat die Größe einer Zigarettenschachtel. Die Elektroden werden auf die Haut aufgeklebt. Die Impulse sollen angenehm sein, keinesfalls schmerzhaft. Auch sollen sie auf die überempfindliche Hautregion nicht angebracht werden, sondern daneben. Das Verfahren ist gut verträglich. Es soll aber nicht ständig, sondern immer nur für 20 – 30 Minuten mehrfach am Tag eingesetzt werden. Hintergrund ist die sogenannte Toleranzentwicklung. Bei kontinuierlicher oder sehr häufiger Anwendung wird der Effekt der TENS im Verlauf geringer oder verschwindet bei einem Teil der Patienten.

  • Gürtelrose-Impfung:
  • Eine Varizella-Zoster Vakzine (Impfstoff) mit dem Namen Zostavax ist schon einige Zeit in den USA zugelassen und konnte dort in klinischen Studien beachtliche Erfolge erzielen. Mit dem Impfstoff ist frühestens im Jahr 2009 zu rechnen.

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