Herzrhytmusstörungen Therapien
Die Therapie der Rhythmusstörungen ist verschieden, zunächst müssen allerdings eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder andere Ursachen, die nicht vom Herzen ausgehen, ausgeschlossen werden. Die Therapie beinhaltet im Einzelnen:
- Angeborene Rhythmusstörungen:
Ø Long QT-Syndrom:
Die Therapie besteht vor allem in der Behandlung mit Betablockern. Reicht dies nicht aus, so kann ein Defibrillator eingesetzt werden um mögliche Synkopen des Patienten zu verhindern.
Ø Brugada-Syndrom:
Es gibt keine medikamentöse Therapie, die ausreichend für die Behandlung ist. Hier kann nur eine Therapie mit einem Defibrillator durchgeführt werden.
Ø Familiäres Vorhofflimmern:
Zunächst besteht die Therapie aus einer medikamentösen Behandlung. Die Wirkstoffgruppe ist abhängig von den Vorerkrankungen. Absolut notwendig ist beim Vorhofflimmern jedoch eine „Verdünnung des Blutes" um die gefährliche Thrombenentstehung zu verhindern. Näheres hierzu finden Sie unter „5. Medikamente". Ist die medikamentöse Therapie nicht erfolgreich, so kann eine elektrische Kardioversion erfolgen. Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Ablation der Rhythmusstörung. Bei diesem Eingriff wird mit Hilfe eines Katheters im Herzen versucht die Stelle der Rhythmusstörung zu finden und dann mit Strom oder Wärme eine Narbe erzeugt.
Ø Familiäre Leitungsstörungen AV-Block und Sick-Sinus-Syndrom:
Beim AV-Block ist eine Schrittmachertherapie angezeigt.
Das Sick-Sinus-Syndrom wird auch zunächst medikamentös behandelt und muss bei langsamem Herzschlag mit einem Schrittmacher versorgt werden.
- Erworbene Herzrhythmusstörungen:
Ø Vorhofflimmern:
Siehe Behandlung von familiärem Vorhofflimmern.
Ø Vorhofflattern:
Hier ist auch zunächst eine medikamentöse Therapie angezeigt, wenn diese nicht wirkungsvoll ist, wird eine elektrische Kardioversion durchgeführt oder eine Ablation angestrebt.
Ø Ventrikuläre Extrasystolen:
Bei Gesunden ist die Ventrikuläre Extrasystole nicht behandlungswürdig, bei Herzkranken wird eine medikamentöse Therapie angestrebt.
Ø Ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern:
Hier ist die medikamentöse Therapie oder die elektrische Kardioversion angezeigt. Beim Kammerflimmern muss eine sofortige elektrische Kardioversion erfolgen.
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