Malignes Melanom Medikamente
Immunmodulatoren
- Interferon-alpha
- Interleukin- 2
Interferon-alpha ist ein körpereigenes Abwehrhormon, das bei der Bekämpfung von Viruskrankheiten und Tumorzellen ausgeschüttet wird. Seine lebensverlängernde Wirkung für Patienten mit „Schwarzem Hautkrebs" wurde bislang in einer Studie, dem Kirkwood- Protokoll, nachgewiesen. Hierbei wurden Interferon- alpha Dosierungen verabreicht, die für den Menschen im maximal tolerierbaren Bereich liegen. Diese Therapie erbrachte im Vergleich zu einer Kontrollgruppe eine signifikant reduzierte Rezidivquote und eine deutliche Verlängerung der Überlebenszeit bei 287 Patienten.
Neben Interferon-alpha wird vor allem das Interleukin-2 mit Erfolg eingesetzt. Dieses von den weißen Blutzellen gebildete Hormon ist ebenfalls ein zentraler Regulator in der Immunantwort. Im sog. „Heidelberger- Schema" erhalten Patienten eine kombinierte Immun-Chemotherapie über ca. ein Jahr in Abhängigkeit vom Befund. Ein Therapiezyklus dauert vier Wochen, wobei in der vierten Woche eine Therapiepause erfolgt. Die Medikamente werden hierbei direkt ins Blut (intravenös) oder unter die Haut (subkutan) gespritzt, bzw. bei Lungenmetastasen auch inhalativ verabreicht.
Die genannten Immuntherapien können nur in spezialisierten dermatologischen Kliniken durchgeführt werden, da die Betreuung und das Handling eventueller Nebenwirkungen die Möglichkeiten der meisten dermatologischen Praxen übersteigt.
Chemotherapeutika
Versuche mittels konventioneller Chemotherapie eine Prognoseverbesserung zu erzielen scheiterten bislang, so dass hauptsächlich Immunmodulatoren angewendet werden bzw. Chemotherapie in Kombination mit diesen.
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