Malignes Melanom Therapien
Die Therapie des Malignen Melanoms:
- Chirurgische Therapie
- Adjuvante Therapie
- Behandlung bei Metastasen
- Nachsorge
Die wichtigste und unumgängliche Behandlung ist die vollständige und frühzeitige Entfernung des Tumors. Hierbei wird ein Sicherheitsabstand von 1-2 cm zum angrenzenden gesunden Gewebe eingehalten. Im Gesicht kann dieser aus kosmetischen Gründen durch mikroskopisch-kontrollierte Chirurgie verringert werden. Mit der weiten Exzision (Herausschnitt) werden im Gesamtkollektiv etwa 70% aller primären malignen Melanome geheilt. Ab einer bestimmten Tumordicke wird ebenfalls der sog. „Wächterlymphknoten", d.h. der Lymphknoten, der im Hauptabflussgebiet der Lymphe der Tumorregion liegt, mit entfernt und auf Metastasen untersucht. Ist dieser Lymphknoten bereits befallen, sollten die anderen nahe gelegenen Lymphknoten vollständig entfernt werden.
Unter einer adjuvanten Therapie versteht man eine ergänzende Therapie. Diese wird zusätzlich zur Operation angewandt. Sie wird in Deutschland bei einer Eindringtiefe ab 1,5 mm (Stadium IIa) bzw. bei regionärem Lymphknotenbefall (Stadium III) und Fernmetastasen (Stadium IV) empfohlen und besteht aus einer Immuntherapie mit z.B. Interferon alpha. Dieser körpereigene Immunstimulator regt das Abwehrsystem an, evtl. verbliebene Tumorzellen im Körper zu bekämpfen. Es konnte nachgewiesen werden (Kirkwood- Protokoll), dass die Gabe von Interferon alpha bei Patienten mit erhöhter Metastasierungswahrscheinlichkeit lebensverlängernd wirkt.
Die Behandlung des metastasierten Melanoms wird in Spezialzentren mit individualisiertem Therapieplan durchgeführt. Weiterhin besteht die Möglichkeit der Strahlentherapie, Chemotherapie (z.B. mit Dacarbazin, Temozolomid, Fotemustin) sowie der Immuntherapie in Ergänzung zur Operation. Eine Heilung ist durch diese Therapien in der Regel nicht möglich, allerdings kann eine Rückbildung der Metastasen erreicht werden.
Die Nachsorge ist in den ersten fünf postoperativen Jahren intensiv zu gestalten, da hier 90 % der Metastasen auftreten. Spätmetastasen sind jedoch nicht ungewöhnlich, so dass generell eine Nachsorge über 10 Jahren empfohlen wird.
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