Osteoporose Therapien
Aktuelle & neue Wege in der Osteoporosetherapie:
Basismaßnahmen zur Behandlung und Prophylaxe der Osteoporose
Darunter sind Maßnahmen zu verstehen, die sowohl im Rahmen einer Krankheitsvorbeugung als auch zur Behandlung der schon symptomatischen Osteoporose angezeigt sind. Sie helfen, die Knochenstabilität zu verbessern und Stürze, die zu osteoporosebedingten Brüchen führen können, zu verhindern. Die Maßnahmen werden bei allen Risikopersonen und Patienten unabhängig von einer medikamentösen Behandlung empfohlen. Im Allgemeinen ist mit einem messbaren Effekt schon nach wenigen Monaten zu rechnen.
Körperliche Aktivität: Ideal sind ca. 30 Minuten Spazieren gehen täglich, auch Nordic Walking hat sich als sehr geeignet erwiesen. Dadurch wird zum einen die Festigkeit des Knochens gefördert und zum anderen die körpereigene Koordination verbessert, was künftigen Stürzen vorbeugt. Allgemein gilt: Wer in der Jugend viel Sport gemacht hat, verfügt über ein stabiles Knochenfundament und erkrankt weniger wahrscheinlich an Knochenschwund.
Gewichtsoptimierung: Man ist sich darüber einig, dass ein erniedrigtes Gewicht beziehungsweise Untergewicht mit einem erhöhten Risiko von Osteoporose vergesellschaftet ist. Aus diesem Grund wird empfohlen, einem unklaren Gewichtsverlust auf dem Grund zu gehen und auf eine ausreichend hohe Kalorienzufuhr zu achten. Ziel ist es, Muskelmasse zu erhalten oder aufzubauen.
Sturzvermeidung: Hierbei gilt es, die Ursache von vorangegangenen Stürzen zu ergründen, um auf diese Weise künftiges Hinfallen in Grenzen zu halten. Beispielsweise werden die Medikamente der Patienten auf eventuell sturzfördernde Substanzen (z.B. Beruhigungsmittel) geprüft.
Calcium und Vitamin D: Calcium ist essentieller Baustein des Knochens und verleiht ihm dessen Festigkeit. Um eine ausreichende Stabilität des Knochens zu gewährleisten, sollten ca. 1,2 bis 1,5 Gramm täglich aufgenommen werden. Dies ist insbesondere bei Personen über 70 Jahren meist nicht mehr der Fall. Sollte die o.g. genannte Calciummenge aus unterschiedlichen Gründen mit der herkömmlichen Nahrung nicht aufgenommen werden, empfiehlt sich eine Calcium-Ersatztherapie, meist in Form von Brausetabletten. Calciumreiche Lebensmittel sind Milchprodukte, Obst, Gemüse, Getreide, Fisch und andere.
Vitamin D ist verantwortlich für die regelgerechte Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Die dazu notwendige Menge Vitamin D wird im Körper selbst gebildet, allerdings nur unter Einwirkung von ca. 30 bis 45 Minuten Sonnenlicht pro Tag. Vor allem bei älteren Patienten, die sich krankheitsbedingt wenig im Freien aufhalten, ist dies nicht immer gegeben. In diesem Fall ist eine Ersatzbehandlung mit Vitamin D empfehlenswert.
Rauchen, Alkohol: In den vergangenen Jahren konnte gezeigt werden, dass Raucher ein erhöhtes Frakturrisiko haben gegenüber Nichtraucher. Da bislang keine genauen Aussagen darüber gemacht werden können, ab wie vielen Zigaretten täglich das Risiko ansteigt, wird momentan generell vom Rauchen abgeraten. Auch ein Alkoholkonsum von mehr als 30 Gramm täglich erhöht das Frakturrisiko und ist daher abzulehnen.
Medikamentöse Therapie
Schmerzen lindern: Aufgrund der Knochenbrüche kann es zu mitunter starken Schmerzen kommen, die die Lebensqualität des Betroffenen sehr mindern. Um diesem Problem Herr zu werden, behandelt man in der Regel gemäß dem WHO-Stufenschema zur Schmerztherapie.
Knochenaufbau fördern: Um ein Fortschreiten des Knochenabbaus zu verhindern bzw. neue Knochensubstanz aufzubauen, stehen eine Reihe von Präparaten zur Verfügung. Wichtigste Vertreter sind Bisphosphonate, Strontium, Fluor, Calcitonin und Östrogene.
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