Pankreastumor Medikamente
- Gemcitabin
Gemcitabin ist das Standarttherapeutikum in der Behandlung eines inoperablen Pankreaskarzinoms und wird meist als Monotherapie angewandt. Als Zytostatikum wird es als sogenannter „falscher Baustein" in das Erbgut der Tumorzellen eingebaut und verursacht auf diese Weise den Tod dieser Zelle. Die häufigsten Nebenwirkungen können Knochenmarksschädigungen, Hautausschlag, Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen und Nierenschädigungen sein.In Studien wurde erwiesen, dass Gemcitabin im Vergleich zu dem früher häufiger angewendeten Flourouracil (5-FU) einen stärker positven Effekt auf die Lebensqualität und die Überlebenszeit des Patienten sowie auf die Tumorstilllegung hat.
- Erlotinib
Erlotinib ist unter dem Namen Tarcevaâ auf dem Markt und erst seit Anfang 2007 für die Behandlung eines metastasierten Pankreaskarzinoms in Kombination mit Gemcitabin zugelassen. Die Kombinationstherapie kann die Überlebenszeit gegenüber einer Gemcitabin-Einzeltherapie verlängern. Der Wirkstoff des Medikaments blockiert einen speziellen Rezeptor der Zelle (EGF - Rezeptor), der für das Zellwachstum verantwortlich ist und von Tumorzellen vermehrt produziert wird. So können keine Signale mehr weitergeleitet werden und die Zelle kann nicht mehr wachsen. Zusätzlich wird die Tumorzelle durch das Medikament anfälliger für andere Chemotherapien und die Radiotherapie. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Akne-ähnlicher Hautausschlag und Durchfall. Der Tyrosinkinasehemmer Erlotinib ist derzeit der einzige Wirkstoff aus der Gruppe der zielgerichteten Therapien, der zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zugelassen ist.
- Fluorouracil (5-FU)
Flourouracil ist ein weitverbreitetes Medikament in der Behandlung solider Tumoren. Es wird nicht nur fälschlicherweise in das Erbgut eingebaut, sondern hemmt auch speziell dessen Vervielfachungsmechanismus. Meistens kommt eine Behandlung mit 5-FU(Fluorouracil) in Kombination mit weiteren Chemosubstanzen zum Einsatz. 5-FU steigert auch die Empfindlichkeit des Tumors gegenüber Strahlung und ist aus diesem Grund einer der wichtigsten so genannten „Radiosensitizer". Die Nebenwirkunken dieses Medikaments sind vielfach, unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Knochenmarkschäden und Schleimhautentzündungen.
- Mitomycin
Mitomycin ist ein zellschädigendes Antibiotikum welches unter anderem in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zur Anwendung kommt. Das Medikament verhindert die Vervielfältigung des Erbguts, in dem es feste Verbindungen zwischen einzelne Bestandteile des Erbmaterials einbaut. Die Zelle erkennt diesen Defekt und leitet ihre eigene Vernichtung ein (Apoptose).Die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen sind Hautdefekte, Lungenvernarbungen und Nierenschäden.
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